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Die Störung und ihre Folgen

Nach traumatischen Erlebnissen mit ernsthafter Bedrohung der eigenen Sicherheit oder körperlichen Unversehrtheit sowie von nahestehenden Personen können Kinder und Jugendliche sehr verschiedene Symptome zeigen. Meist ist ein wechselndes Bild mit Depression, Angst, Ärger, Verzweiflung, Hyperaktivität und Rückzug zu beobachten. Bei einer akuten Belastungsreaktion klingen diese rasch ab.

Bei der posttraumatischen Belastungsstörung handelt es sich um eine verzögerte oder protrahierte Reaktion auf ein außergewöhnlich belastendes Ereignis oder Bedrohung. Kennzeichnend sind hier das wiederholte Erleben des Traumas in sich aufdrängenden Erinnerungen, Vermeidung von Aktivitäten und Situationen, die eine Erinnerung an das Trauma wachrufen könnten, sowie ein Zustand von Übererregbarkeit. Angst, Depression und Suizidgedanken sind nicht selten. 

Es kann auch zu Anpassungsstörungen kommen, dies sind Zustände von subjektivem Leiden, emotionaler Beeinträchtigung, die soziale Funktionen und Leistungen behindern und während des Anpassungsprozesses nach einer entscheidenden Lebensveränderung auftreten können. Die Symptome sind sehr unterschiedlich, wie depressive Stimmung, Angst, Besorgnis und besonders bei Jugendlichen aggressives oder dissoziales Verhalten. Bei Kindern gehören häufig regressive Phänomene wie Bettnässen, Babysprache oder Daumenlutschen dazu.

Die Therapie und ihre Chancen

Das Behandlungssetting hängt vom Ausmaß und Schweregrad des Störungsbildes ab. Sowohl ambulante, teilstationäre und stationäre kinder- und jugendpsychiatrische und -psychotherapeutische Behandlungen können notwendig sein. Die Miteinbeziehung des direkten sozialen Umfeldes ist unabdingbar für ein rasches diagnostisches und therapeutisches Vorgehen. Vorrangig ist bei Missbrauch und Misshandlung die Sicherheit und der Schutz des Patienten.

Bei der spezifischen Traumapsychotherapie werden unterschiedliche psychotherapeutische Methoden eingesetzt. Die Behandlung findet in Einzel- oder Gruppentherapien statt. Auch Medikamente können zum individuellen Behandlungsplan gehören, z. B. bei schweren depressiven Symptomen oder starken Angstattacken oder Erregungszuständen.

Nach einer teil- oder vollstationären Behandlung ist häufig eine längerfristige ambulante Weiterbehandlung notwendig. 

 

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