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Sie sind hier  Störungsbilder  Teilleistungs- und Entwicklungsstörungen

Die Störung und ihre Folgen

Entwicklungsstörungen sind biologisch bedingte Störungen, die in der frühen Kindheit beginnen. Es wird unterschieden zwischen Teilleistungsstörungen und tiefgreifenden Entwicklungsstörungen. Bei Teilleistungsstörungen sind bestimmte Bereiche der kindlichen Entwicklung - wie etwa Sprache, Motorik oder Lese-/Rechtschreibfertigkeiten - im Verhältnis zur allgemeinen Intelligenz deutlich zurückgeblieben bzw. beeinträchtigt.

Bei tiefgreifenden Entwicklungsstörungen sind vor allem die soziale Kontaktfähigkeit des Kindes sowie seine emotionale Entwicklung betroffen. Teilleistungsstörungen im Bereich der Sprache zeigen sich einerseits durch Schwierigkeiten im Sprachausdruck wie z.B. eine unverständliche Spontansprache, wenig Wortschatz oder Mängel im grammatischen Ausdruck. Andererseits bestehen häufig auch Defizite im Sprachverständnis, die zu Missverständnissen in der Kommunikation führen und oft Verhaltensauffälligkeiten zur Folge haben. Verlangsamte und ungeschickte Bewegungsabläufe sind Zeichen einer motorischen Störung beim Erlernen des Schreibens und Lesens und eine Konzentrationsschwäche.

Tiefgreifende Beeinträchtigungen in der zwischenmenschlichen Interaktion in Kombination mit Kommunikationsstörungen und stereotypen Verhaltensweisen können Hinweise auf autistische Störungen sein. Da sich Entwicklungsstörungen nicht von alleine "auswachsen", ist eine Behandlung mit störungsspezifischen Trainingsprogrammen unverzichtbar. Ein frühes therapeutisches Gegensteuern ist wichtig, damit sich die Störungen im kindlichen Entwicklungsprozess nicht immer tiefer verfestigen.

Die Therapie und ihre Chancen

Je eher, desto besser. Gerade bei der Behandlung von Entwicklungsstörungen trifft dieser Grundsatz zu. Unsere Therapiekonzepte sind sehr praktisch orientiert und haben zum Ziel, die Alltagsfertigkeiten des Kindes zu verbessern. Konkrete Übungen und Verhaltenstherapien stehen hier im Vordergrund, Sprachtherapie, Lese-, Rechtschreib- und Mototherapie spielen dabei eine herausragende Rolle, ebenso wie das Lernen, in einem sozialen Kontext angemessen zu reagieren.

Es werden dabei individuelle Behandlungskonzepte aus Pflege- und Erziehungsdienst, Sozialpädagogik, Medizin, Psychologie, Schule sowie Sprach- und Mototherapie erstellt. Und auch die aktive Einbindung der Eltern ist sehr wichtig, damit sie die Behandlung zu Hause kontinuierlich und langfristig umsetzen können. Im Rahmen von Elternabenden und Elterngruppen werden Informationen über wichtige Aspekte in der Diagnostik und Behandlung von Kindern mit Teilleistungsstörungen und autistischen Störungen erklärt. Auch für die niedergelassenen Therapeuten, die oft im Anschluss für die Betreuung der Kinder zuständig sind, wird ein sorgfältig ausgearbeitetes Konzept vorbereitet.

 

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