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Notfall

Notfallambulanz und Behandlung auf den geschützten Stationen 1, 6 und 7

Kinder und Jugendliche in seelischen Akut- und Krisensituationen werden rund um die Uhr in der Notfall-Ambulanz des kbo-Heckscher Klinikums München untersucht. Eltern mit ihren Kindern können sich jederzeit nach telefonischer Terminabsprache beim diensthabenden Arzt vorstellen. Wir sind für die Notfall-Versorgung von Kindern und Jugendlichen bis zum Alter von 18 Jahren aus dem Bezirk Oberbayern zuständig.

Anlass für das Kontaktieren der Notfall-Ambulanz ist in vielen Fällen die Abklärung der Suizidalität. Kinder und Jugendliche werden uns vorgestellt, wenn sie Suizidgedanken äußern, sich selbst stärker verletzen oder auch nach bereits erfolgten Suizidversuchen. Neben eigengefährdendem Verhalten kann auch fremdaggressives Verhalten im Rahmen von psychischen Störungen auftreten.

Die Aufnahme auf eine unserer geschützt geführten Intensivstationen kann bei einer akuten Eigen- oder Fremdgefährdung im Rahmen einer psychischen Erkrankung erfolgen. Das können z.B. depressive Störungen mit Selbstmordgefahr oder psychotische Erkrankungen mit Realitätsverkennung sein. Gewalttätiges oder kriminelles Verhalten, das nicht unmittelbar Folge einer akuten psychischen Störung ist, ist kein Grund für eine Klinikaufnahme.

Auf den Stationen 1, 6 und 7 bieten wir den Kindern und Jugendlichen einen sicheren Rahmen mit intensiver Betreuung. Die Krisensituation wird entschärft, bei schweren psychischen Erkrankungen gibt es hier eine erste Behandlungsmöglichkeit. Bei hoher Gefährdung können Patienten zu ihrem Schutz engmaschig überwacht werden. Das Behandlungsspektrum der Akutstationen ist breit: kurze Kriseninterventionen über wenige Tage, Stabilisierungen über Tage bis Wochen mit ggf. anschließender Überleitung auf eine offene Station bis hin zu langfristigen Behandlungen bei schwerwiegenderen Störungen mit hoher Gefährdung. Die enge Zusammenarbeit mit unseren Patientinnen, deren Eltern bzw. anderen wichtigen Bezugspersonen und beteiligten Institutionen ist uns ein besonderes Anliegen.

Die Behandlung auf einer geschützten Station schränkt die Freiheit der Patienten vorübergehend ein und bedarf neben der Zustimmung der Sorgeberechtigten auch der Genehmigung des zuständigen Familiengerichts nach § 1631 b BGB.


Anmeldebogen (MS Word)

 

Foto: Wolfgang Vogt, pixabay

Dr. med. Adelina Mannhart

Stellvertretende Ärztliche Direktorin Leitende Oberärztin

Dr. Adelina Mannhart

>Fachärztin für Kinder- und Jugendpsychiatrie und - psychotherapie >Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie